Statement | Veröffentlicht am 07. Dezember 2018


„Kann ich hier mit Karte zahlen?“

Über elektronische Bezahloption an jedem PoS und Terminals, die smarter werden müssen

Zu Weihnachten klingeln die Kassen wieder besonders laut. In Deutschland, so rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE), sollen die Umsätze erstmals über 100 Milliarden Euro klettern. Kein Wunder: Das Weihnachtsgeschäft ist die umsatzstärkste Zeit im Einzelhandel. So steigen die Umsätze in den letzten beiden Monaten des Jahres um rund 15 Prozent, in bestimmten Branchen liegen sie bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate. Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent seines Jahresumsatzes in November und Dezember.

Und auch die Kunden zeigen sich in Einkaufslust. Die Verbraucherbefragung des Ifes-Instituts der FOM Hochschule zum Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft zeigt, dass jeder vierte Verbraucher 2018 mehr Geld für Geschenke ausgeben will – im Durchschnitt rund 472 Euro und damit noch mal sechs Euro mehr als im Vorjahr.

Bitkom fordert mindestens eine elektronische Bezahloption an jedem PoS

Doch was so vielversprechend klingt, könnte zumindest in einigen Bereichen des stationären Handels nicht eintreffen. Der Grund: In vielen Geschäften haben Kunden keine oder nur eine sehr begrenzte Wahlfreiheit zwischen baren und elektronischen Bezahloptionen. „Für mich als Payment-Experten ist es natürlich schockierend, wie schlecht der deutsche Einzelhandel in puncto Digitalisierung am Point of Sales aufgestellt ist, denn es gibt ausgezeichnete Lösungen am Markt. Ich verstehe daher die Angst der Einzelhändler vor der Veränderung nicht – mehr Auswahl für den Kunden bedeutet in den meisten Fällen mehr Umsatz”, so Mirko Hüllemann, CEO und Gründer des deutschen FinTech-Unternehmens heidelpay. In die gleiche Kerbe schlägt auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. – kurz: bitkom – mit seinem neuen Positionspapier. In diesem empfiehlt der Branchenverband „der Bundesregierung, Konsumenten die Wahlfreiheit zwischen baren und elektronischen Bezahloptionen zu ermöglichen, in dem sie die Akzeptanz mindestens einer elektronischen Bezahloption an jedem Point-of-Sale verpflichtend vorschreibt.“

Warum diese Empfehlung notwendig ist, wird deutlich, wenn man einen Blick in andere Länder wirft. In Schweden, so der EHI in seiner Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2017“, werden beispielsweise bereits 95 Prozent des Umsatzes im stationären Einzelhandel elektronisch abgewickelt – in Deutschland ist es nicht einmal die Hälfte. Dabei sieht der bitkom flächendeckende elektronische Bezahloptionen als Grundlage für innovative PoS-Lösungen oder andere digitale Dienstleistungen.

Terminals am PoS müssen smarter werden

„Ein flächendeckendes Netz an elektronischen Bezahllösungen ist eine absolute Win-win-Situation. Kunden bekommen endlich die Auswahl und auch die Freiheit, die Zahlungsart zu nutzen, die ihnen am liebsten ist. Und der Händler steigert insgesamt seinen Umsatz. Für uns als Payment-Dienstleister liegt der Gewinn jedoch vor allem darin, dass generell ein innovationsfreundlicheres Ökosystem für neue Geschäftsideen entsteht“, so Hüllemann.

Dabei kann die Einführung einer verpflichtenden Wahlmöglichkeit zwischen elektronischen und baren Bezahloptionen nur ein erster Schritt sein. „Dass die Terminals am PoS smarter werden müssen, ist für mich außer Frage. Wir müssen alle anfangen, Device-unabhängig zu denken. Den Kunden sollte ein rundum medienbruchfreies Kauferlebnis geboten werden – sie sollten sich nicht ständig darüber Sorgen machen müssen, ob sie Bargeld oder ihr Smartphone dabei haben. Insgesamt ist es ein wichtiger Schritt, aber auch ein überfälliger.”

Wie ein medienbruchfreies Kauferlebnis aussehen kann, zeigt der Schuhherstellers „Vivobarefoot”. Der Multichannel-Händler hat bereits seine ersten Filialen mit dem interaktiven 24/7 Shopping Window von heidelpay ausgestattet und verknüpft durch die patentierte Technologie die Shopping-Kanäle noch einmal besonders eng miteinander. Die Mischung aus digitalem und stationärem Shopping ist gelebter Multichannel. Das Besondere an dem Shopping Window ist die Beam Basket Technologie: Via QR-Code-Scan wird der Warenkorb auf das Smartphone gebeamt. Der Kaufabschluss erfolgt für die Kunden dann ganz gewohnt über das Smartphone. Und in puncto Payment stehen dem Kunden dann alle Möglichkeiten des Online-Shops zur Verfügung.

 

 

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