Artikel | Veröffentlicht am 20. Mai 2019


heidelpay Themenreihe zur neuen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2
Teil 3 - Abschaffung von Zahlungsgebühren und neue Regeln für Marktplätze

Die Payment Service Directive 2 hat das Potenzial, die Zahlungs- und Banking Vorgänge grundlegend zu verändern. Die EU-Richtlinie, die bereits seit Januar 2018 gilt, soll für mehr Transparenz, Sicherheit und Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum sorgen.

Im dritten Teil der PSD2-Themenreihe klären wie, warum der Verbraucherschutz durch die Richtlinie gestärkt wird und Online-Marktplätze wie Amazon und Co. sich um neue Lizenzen kümmern müssen.

Neue Gebührenregelung

Bereits seit dem 13. Januar 2018 ist es verboten, Gebühren für die Nutzung bestimmter bargeldloser Zahlungsarten zu erheben. Das gilt sowohl für Online-Händler als auch für den stationären Handel. Das Verbot gilt für folgende Zahlarten:

  • SEPA-Überweisung
  • SEPA-Lastschrift
  • Zahlkarten (Kreditkarte) – ausgenommen sind hier Firmenkreditkarten und Kreditkarten, die direkt von der Kreditkartengesellschaft ausgegeben werden, sowie Karten aus Ländern außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes.
  • EC-Kartenzahlung

Die PSD2 sieht vor, dass Verbraucher nicht mehr dazu Verpflichtet werden dürfen, eine Gebühr oder jegliches Entgelt für die Nutzung zu entrichten. Händler mussten entsprechend dafür sorgen, dass die von ihnen angebotenen Zahlungsarten den Vorschriften entsprechen.

Einen Sonderfall nimmt an dieser Stelle PayPal ein. Die in Deutschland sehr beliebte Marke wurde von der PSD2 nicht explizit erwähnt, doch das Unternehmen verbot die Gebührenerhebung in den eigenen AGB vom 09. Januar 2018.

Die PSD2 und Online-Marktplätze 

Wer glaubt, dass es wieder nur die kleinen Händler trifft, die dank PSD2 die Gebühren nicht mehr auf die Kunden umlegen dürfen, der irrt. Gerade die für den Handel so relevanten Online-Marktplätze sind von der PSD2 betroffen.

Das Geschäftsmodell von Marktplätzen sieht vor, Zahlungen im Auftrag der Händler von den Kunden vor der eigentlichen Geschäftsabwicklung einzuziehen. Damit sind die Marktplatzbetreiber für einen bestimmten Zeitpunkt im Besitz von Finanzmitteln bzw. hat die Kontrolle über diese Mittel. Seit Januar 2018 braucht man dafür allerdings eine Lizenz. Für diese Payment Service Provider-Lizenz müssen die Strukturen des Zahlungsflusses allerdings strengen Regeln folgen.

Als Marktplatzbetreiber hat man die Wahl, ob man eine eigenen PSP-Lizenz beantragen und den Vorschriften direkt unterliegen will oder ob man auf einen bereits lizenzierten Payment Service Provider, wie es die heidelpay ist, zurückgreifen will. Dabei sollte man immer bedenken, dass eine eigene Lizenz teuer und zeitaufwendig ist. Das Auslagern der Payment-Prozesse zu einem spezialisierten Dienstleister ist die kostengünstigere Option.

heidelpay erfüllt als lizenzierter Provider die EU-Richtline

heidelpay stellt mit seiner Marketplace Solution eine hochfunktionale Plattform zur Abwicklung von Online-Marktplätzen zur Verfügung.

Marktplatzbetreiber werden somit völlig aus dem Geldfluss herausgehalten. Als lizenziertes Unternehmen kümmert sich heidelpay um alle Schritte, die im Rahmen der „KYC-Prüfung“ (Know your Customer) anfallen. Unter der KYC-Prüfung versteht man die Prüfung der persönlichen Daten und Geschäftsdaten von Neukunden zur Prävention vor Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung auf der Grundlage des Geldwäschegesetzes 2008.

Durch die Übernahme der Prüfung sind Marktplatzbetreiber in der Lage, sich voll und ganz auf das Wachstum des eigenen Business zu konzentrieren. Das Onboarding neuer Händler geht mit Hilfe des PSPs schnell und einfach.

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